Die Britisch Kurzhaar, auch oft Kartäuser genannt, zeichnen sich durch ihr ausgeglichenes, ruhiges,
charakterfestes Wesen aus. Sie sind sehr verträglich und wie alle Katzen geniessen sie ihre Streicheleinheiten.
Zur Zeit ist sie eine der beliebtesten Katzenrassen in unserem Lande. Viel zu ihrer Popularität hat sicher auch die TV-Werbung beigetragen.
Die meisten Menschen kennen mit Bestimmtheit den Silber-Tiger aus dem Whiskas-Spot oder die blaue Sheba-Katze.
Aber diese Rasse gibt es in fast allen erdenklichen Farben, Farbzusammenstellungen und Musterungen.
Die bekannteste ist sicher die blaue Variante, aber mittlerweile gibt es für fast jeden Geschmack die richtige Farbe.
Das alles ist nur durch gute züchterische Arbeit möglich geworden. Viele Farbschläge würde es von "Natur" aus einfach nicht geben.
Auf diesen Seiten möchte ich Ihnen diese wundervolle Rasse etwas näher bringen.

Charakter:

Die Briten sind sehr liebenswerte, verschmuste (aber niemals aufdringliche) und angenehme Familienmitglieder. Sie mögen auch andere, nicht zu hektische, vierbeinige Gesellschaft.

Rassestandard allgemein:

 Die Britisch Kurzhaar ist kompakt, von gleichmäßiger Gestalt und kräftig;
ihr Körper ist massiv, die Brust breit, die Beine kurz bis mittellang,
die Pfoten rund, der Schwanz dick an der Wurzel und rund an der Spitze.
Der Kopf ist rund, die Ohren stehen weit auseinander,
die Wangen sind rund, das Kinn kräftig, die Ohren mittelgroß,
die Augen sind groß, rund, nicht mandelförmig,
die Nase von mittlerer Breite. Das Fell ist kurz und sehr dicht.
Katzen sind in jeglicher Hinsicht zierlicher als Kater;
diese haben ausgeprägtere Wangen.
Die Entwicklungszeit ist bei dieser Rasse sehr lang
Körper: mittelgroß bis groß, kräftige Form, Rücken gerade, Brust breit,
Kopf: rund, massiv mit breitem Schädel, rundes Gesicht mit runder Knochenstruktur, sitzt harmonisch auf einem kurzen, dicken Hals.
Die Stirn sollte rund sein, der Oberkopf sollte eine kleine ebene Fläche aufweisen. Die Stirn sollte nicht schräg sein
Nase: mittelgroß, breit mit leichter Einbuchtung, aber kein Stop wie bei Persern,
Kinn: kräftig, gut entwickelt und in einer Linie mit der Nase und der Oberlippe
Augen: groß, rund, nicht mandelförmig.
Sie liegen waagrecht und stehen weit auseinander
Beine und Pfoten: kurze, stämmige Beine und runde, kräftige Pfoten.
Schwanz: mittlere Länge, proportional zum Körper,
an der Wurzel dicker, zur runden Spitze hin dünner werdend.
Fell: dicht, kurz und nicht flach anliegend, nicht wollig.
Farben: Fast alle Farben erlaubt, aber immer dazu passende Augenfarbe.
für Katzen mit besonderer Zeichnung:
Geisterzeichnung wird bei Jungtieren in den Grundfarben,
smoke, shaded, shaded golden, Bicolor und Calico akzeptiert
Strafpunkte: deutlich erkennbaren Nasenstop, überlanges oder feines Wollhaarkleid,
weiches Fell, zu breiter Körper, wenig ausgeprägtes Kinn
Disqualifikation: falsche Augenfarbe, bei ausgewachsenen Tieren grüne Augenränder, mangelhafte Schwanzform, langes, weiches Fell, falsche Zehenanzahl,
Medaillon oder Knopf,
falsche Farbe bzw. Pigment in der Nasenspiegel und /oder Fußballen (teilweise oder komplett),
Zeichen von Krankheit oder schlechtem Gesundheitszustand,
Kieferfehlstellung, schlechtes Gebiss (Zahnstellung) oder Bissanomalie

 

Highlander

 Vor einigen Jahren war es durchaus erlaubt, bei der Zucht von Britisch Kurzhaar Katzen, zur Typverbesserung oder Verbesserung der Farb- und Fellqualität, langhaarige Perser einzukreuzen.
Da das Gen für Langhaarigkeit aber ein rezessives Gen ist, d.h., dass es nur dann sichtbar wird, wenn beide Elterntiere eines Jungtieres dieses an ihre Nachkommen weitergeben, waren alle Babies erst einmal kurzhaarig, da das Kurzhaargen dominant vererbt wird. Besitzt nur eines der Elterntiere dieses Langhaargen, wobei dieses Tier auch kurzhaarig sein kann, wird das Gen, wenn es weitergegeben wird, nur verdeckt weitergegeben, aber nicht sichtbar.
So war es also auch leicht möglich, dass das Gen für Langhaarigkeit unerkannt und unbewusst über Generationen mitgegeben wurde ( die sog. "variant"-Tiere). Schon manch ein BKH-Züchter war erstaunt, als plötzlich ein langhaariges Kätzchen in einem Wurf von 2 Kurzhaar Eltern lag und da man das lange Fell als Fehler ansah. Vvor allem durch Unwissen der Vererbung des Langhaargens, wurden die langhaarigen Briten lange Zeit verleugnet und heimlich als Liebhabertiere abgegeben.
Verwirrend sind nun noch die unterschiedlichen Rassebezeichnungen wie Britisch Langhaar, Highlander, Lowlander, Britanica. Seit 2001 werden diese Langhaarigen Briten nun von der Felina e.V. anerkannt und auch andere Verbände und Vereine schlossen sich an.

 

 

Die Britisch Colourpoint 

 Die Colourpoint entstand aus Verpaarungen und Rückkreuzungen zwischen Perser- und Siamkatzen. Als erste Colourpoint gilt „Debutante“, eine weiße Langhaarkatze mit farbigen Abzeichen im Gesicht, an den Ohren, an den Pfoten und am Schwanz. Obwohl in den USA bereits 1950 mit der Zucht begonnen wurde, gewann die Rasse erst Ende des vorigen Jahrhunderts an Popularität. In Deutschland hieß Colourpoint ursprünglich „Khmer“, der amerikanische Name lautet „Himalayan“. Die Zucht wurde immer mehr darauf ausgerichtet, eine in Körperbau, der Fellstruktur, der Kopfform und dem Schwanz der Perser gleichende Katze zu schaffen. In der Colourpoint ist das ruhige ausgeglichene Wesen der Perserkatze mit dem quirligen Temperament der Siamesen vereint.

 

Mittelgroße bis mittelgroße,  kräftige Katze, die einen gedrungenen, muskulösen Körper hat. Sie steht auf kurzen stämmigen Beinen mit großen runden Pfoten. Großer, runder Kopf, mit großen, runden weit geöffneten blauen Augen und einer kurzen, breiten Nase mit einer kleinen Einbuchtung. Sie zeigt jedoch keinen deutlichen "Stop" wie bei der Exotic Colourpoint. Die kleinen Ohren sind an den Spitzen abgerundet und weit gestellt. Der Schwanz ist eher kurz und dick, an der Spitze abgerundet. Das Fell ist wie bei der BKH kurz und dicht, nicht flach anliegend, mit guter Unterwolle. Es fühlt sich griffig an und hat eine feine Textur. Dadurch ist die Colourpoint etwas pflegeleichter als die Perserkatze. Besonders typisch sind natürlich die farbigen Abzeichen (Points) im Gesicht, an den Pfoten und am Schwanz, die sich deutlich vom helleren Fell abheben. Der Übergang zwischen Abzeichen und der Fellfarbe muss kontrastreich sein.

Augen:  Colourpoint Katzen sind sogenannte Halbalbinos, am deutlichsten ist dies bei den Kitten zu betrachten. Wenn sich die Augen öffnen, verfügen Colourpoint noch über kein Pigment, wodurch ihre Augen rot aussehen. Erst im Laufe der nächsten Wochen erscheint die typische Blaufärbung.

Points: Durch eine etwas höhere Körpertemperatur ist das Körperfell nahezu weiß. Die Beine, Schwanz, Ohren und Gesicht sind jedoch pigmentiert. Ausserdem spielt auch bei einigen Farben die Umgebungstemperatur eine Rolle. Leben diese Katzen in kühleren Regionen, bilden sie dunklere Points (Chocolate- und Cinnamonpoints).

 

 

Copyright Martina Daude
zusätzliche Quellen:
Genetik f. Pointkatzenzüchter v. C. Ricken  ISBN 3-8334-3167-9
Britisch Kurzhaar & Co v. Götz/Wolf  ISBN 3-8001-7469-3
Basiswissen Katzenzucht v. B. Hickmann  ISBN 978-3-8370-4754-7
Rassekatzen züchten v. D. Thies   ISBN 3-440-10128-2
Vererbtes Design v. S. Storch  ISBN-978-3-8334-6766-0
Katzenzucht v. Royal Canin 
Enzyklopädie der Katze v. Royal Canin